Serenade 2022

18. Juni 2022

„Wir Musikanten, vereint durch Spiel und Gesang, sind befreundet ein Leben lang…“ Mit diesem Liedtext von Paul Nagler aus Kurt Gäbles moderner Polka „Wir Musikanten“ kündigte Moderator Uwe Kaipf den traditionellen Block der Serenade des Musikbezirk 17 Dillingen des Allgäu-Schwäbischen Musikbund an. Das Zitat beschrieb ziemlich treffend die Stimmung des Abends und knüpfte damit an die Grußworte von Bezirksvorsitzenden Josef Werner Schneider an. Er bezeichnete  Musiker als soziale Wesen und Teamplayer, die einander brauchten um Musik zu machen. Er wolle die Serenade als Symbol für Hoffnung und Mut auf die Zukunft des gemeinschaftlichen Musizierens nach den Einschränkungen der Pandemie verstanden wissen.

Serenade 2022

Diese Botschaft war im gemeinsamen Spiel der über 200 Musiker spürbar, das am frühen Samstagabend im Innenhof der alten Kaserne in Dillingen stattfand. Dirigiert von stv. Bezirksdirigentin Simone Feldengut, stv. Bezirksjugendleiterin Sylvia Deil und Bezirksschriftführer Uwe Kaipf spielten die Musiker in einem großen Orchester mit viel Engagement Werke aus der traditionellen und modernen Blasmusik.

Die Idee der langanhaltenden musikalischen Freundschaft vertiefte das Blasorchester im traditionellen Block mit dem Marsch „Freundschaftsklänge“ (S. Rundel) und der „Hymne an die Freundschaft“ (K. Gäble) sowie den Gassenhauern „Böhmischer Traum“ (N. Gälle, arr. S. Rundel) und dem bereits erwähnten „Wir Musikanten“.

Doch zuvor kam nach dem Eröffnungsstück „Highland Cathedral“ (M. Korb, U. Roever, arr. S. Rundel) zunächst die Jugend zu Gehör. Verstärkt durch die „ausgewachsenen“ Musikanten zelebrierten bzw. rockten sie die Polka „Jugendträume“ und den Marsch Transformers (A. Pfluger) sowie das mitreisende „Shut Up And Dance“ (M. Sweeny). Die jungen Musiker waren so bei der Sache, dass sie danach kurzerhand bei allen Stücken mitspielten. Die modernen Stücke „Summernight Rock“ (S. McMillan) und „Tage wie diese“ (v. Holst, arr. M. Scharnagl) sorgten bei allen Anwesenden für Festivalstimmung.

Der Oberbürgermeister der Stadt Dillingen Frank Kunz hatte seine Rolle als Schirmherr wohl übererfüllt, denn die Veranstaltung fand unter tropischen Temperaturen statt. Glückicherweise bot die Örtlichkeit genug Schatten für Musiker und Publikum. In seinem Grußwort freute sich Kunz, die Vielfalt und Schönheit der Blasmusik wieder in natura erleben zu dürfen, was hoffentlich viele motivieren dürfte ein Blasinstrument zu erlernen.

Josef Werner Schneider dankte in seinem Schlusswort allen Personen, Institutionen, Vereinen und Musikern, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen hatten. Nach dem Schlussstück „Heal The World“ (M. Jackson, arr. R. Sebregts) forderte das begeisterte Publikum mit seinem zahlreichen Applaus eine Zugabe. Die gab es in Form der Polka „Guten Abend, Gute Nacht“ (A. Stütz) – nachdem sich die Musikanten mit dem Gruß „Instrumente hoch“ verabschiedet hatten.

Serenade 2022

 

Serenade 2022